— Vita

Viola Bierich (sie/ihr) arbeitet als Regisseurin im Musiktheater.  

In klassischen Opernstoffen ebenso wie in eigenen Stückentwicklungen interessieren sie die Verflechtungen von individuellen Geschichten und gesellschaftlichen Zusammenhängen. Sie legt den Fokus auf das, was verborgen scheint – die leisen, unauffälligen Stimmen, die in den großen Erzählungen oft untergehen. Besonders beschäftigen sie queerfeministische Positionen, das Werk von FLINTA*-Personen und die blinden Flecken der Geschichte in unserem kollektiven Gedächtnis.

Bierich studierte Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und zuvor Geschichte und italienische Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität Zürich. 2022 rief sie das Kollektiv stand heute mit ins Leben, das gemeinsam freie Musiktheater-Projekte entwickelt. Für den Basler Verein ahimè! führte sie bei den Opernproduktionen Rodelinda (2023) und The Enchanted Pig (2025) Regie.

Als freischaffende Regieassistentin war sie etwa an der Kammeroper Rheinsberg, am Opernhaus Zürich und an der Bayerischen Staatsoper zu Gast, als Dramaturgieassistentin verbrachte sie den Sommer wiederholt bei den Bregenzer Festspielen. Im MAIN Verlag, Frankfurt am Main, erschien im Februar 2018 ihr Märchenroman Prinzenherz.

— Arbeitsweise

Theater beginnt im Raum dazwischen.

Viola Bierich versteht das Theater nicht nur als Bühne, sondern als Institution, die selbst auf den Prüfstand gehört. Ihre Arbeit lebt von einer ehrlichen, empathischen und angstfreien Zusammenarbeit – mit allen, die rund um die Bühne stehen.

Augenhöhe. Regie ist für sie kein Anweisen, sondern ein Zuhören – ein Raum, in dem jede Stimme zählt und Ideen frei fließen können. Getragen von gegenseitigem Respekt statt Hierachie.

Moodcheck. Jede Probe beginnt mit der Frage nach der Stimmung. Wir sind Menschen, wir haben ein Leben jenseits der Bühne – und das wirkt mit. Diese Aufmerksamkeit ist die Grundlage dafür, dass künstlerische Arbeit gelingen kann.

Kollektiver Prozess. Inszenierungen entstehen nicht im Kopf einer einzelnen Person. Im gemeinsamen Experimentieren mit dem Ensemble wachsen die Stücke – lebendig, überraschend und vielstimmig.

Theater als Institution. Die Strukturen, in denen wir arbeiten, prägen, was möglich wird. Viola Bierich fragt nicht nur, was erzählt wird, sondern auch wie es entsteht – und welche Bedingungen es braucht, damit alle Beteiligten gut arbeiten können.

— Team

Künstlerische Weggefährt:innen

Viola Bierich arbeitet regelmäßig mit diesen Künstler:innen zusammen

Fenna von Hischheydt

Fenna von Hirschheydt

Bühne · Licht

The enchanted Pig (2025)

BECOMING JUDITHA! Eine Anleitung zum Hass (2025)

Rodelinda (2023)

Steve Oelmann

Steve Oelmann

Bühne · Kostüm

The enchanted Pig (2025)

BECOMING JUDITHA! Eine Anleitung zum Hass (2025)

A very fashion finding phase (2024)

Rodelinda (2023)

Revolution! Ein Abgesang. (2023)

Frauen unter Waffen (2022)

Lukas Mattern

Lukas Mattern

Licht

The enchanted Pig (2025)

BECOMING JUDITHA! Eine Anleitung zum Hass (2025)

ahimè

ahimè!

Opernverein

The enchanted Pig (2025)

Rodelinda (2023)

stand heute

Musiktheater-Kollektiv

A very fashion finding phase (2024)

Revolution! Ein Abgesang (2023)